Erklärung der Fraktion der Grünen zur Vernichtung des Honigmoores

Claudia

Mit dem Honigmoor haben wir in Zeven ein natürliches Biotop, dass im höchsten Maße schützenswert ist. Ein Kleinod, gewachsen in mindestens 150 Jahren. Sie können sich ausrechnen, was das für die Gebiete heißt, die für die Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen sind. Ihre UrUrenkel werden ihre Vollendung nicht mehr erleben.

Moore speichern außerdem immense Mengen an CO2, die bei Entwässerung freigesetzt werden und als Treibhausgas in die Atmosphäre gehen.

Unter den Aspekten des Klimaschutzes und der Artenvielfalt haben wir in den letzten Jahren für den Erhalt des Honigmoores gekämpft - mit wenig Aussicht auf Erfolg. Das hat sich aber in den letzten Wochen geändert. Heute gehe ich davon aus, dass wir das Steuer noch im letzten Moment herumreißen können.

Weil sich so viele Mitglieder der CDU mit den hiesigen Schülern und der "Fridays for Future" Bewegung solidarisiert haben, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie heute das Honigmoor beerdigen werden und morgen bei der Demo für Klimaschutz mit marschieren.

Darf man den Plakaten, glauben, hat sich auch die SPD bei der Europawahl vor vier Wochen als glühender Verfechter des Klimaschutzes positioniert.

Es freut mich, dass auch die großen Voksparteien ihr grünes Herz entdeckt haben. Dieser Eindruck ist übrigens schon bei der letzten Diskussion um die Auseisung von Vorranggebieten für Windkraftanlagen in Gyhum, Nartum und Wistedt entstanden: Alle anwesenden Politiker waren auf der Suche nach schützenswertem Leben, um die Ausweisung zu verhindern.

Die viel beschworene Maxime "Global denken, lokal handeln" funktioniert aber nicht nach dem St.Florian Prinzip.

Das "öffentliche Interesse", das im B-Plan (S.32) zitiert wird, deckt sich offenbar nicht immer - wie bislang angenommen - mit den wirtschaftlichen Interessen. Das haben die Ergebnisse der EU-Wahl und die jüngsten Umfragen bestätigt.

Wenn wir die Ängste unserer Kinder und Enkel ernst nehmen, wenn wir den Klimaschutz ernst nehmen und nicht zuletzt, wenn wir selbst ernst genommen werden wollen, müssen wir leider auch mal unbequeme Entscheidungen treffen.

Lagerhalle statt Honigmoor ist sicherlich die einfachste Lösung, sie ist aber nicht die beste. Deshalb fordern wir eine erneute ergebnisoffene Überprüfung der Alternativen.

Und wenn es morgen heißt "Fridays for Future", dann muss es heute heißen "Hände hoch für das Honigmoor".

Zeven, 27.06.2019

Anträge zum Umwelt- und Naturschutz

Mit Freude nehmen wir dieser Tage zur Kenntnis, dass Klima,- Natur- und Umweltschutz die Debatte landauf, landab dominieren. Wir Grünen bringen diese Themen ja seit 40 Jahren auf die Tagesordnung, wurden aber auch schon manches mal dafür belächelt. Mittlerweile scheint auch auch in den großen Volksparteien aber der Wunsch der Bevölkerung angekommen zu sein, diese Themen mehr in den Mittelpunkt ihrer politischen Arbeit zu rücken. Die SPD plakatierte groß Klimaschutz zur Europawahl, die CDU läuft jetzt vor Ort mit Fridays for future. Wir, die Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen in Stadt und Samtgemeinde Zeven, empfinden das als einen guten Moment, daran zu erinnern, dass Klimaschutz im Kleinen anfängt- zum Beispiel mit kleinen, aber wichtigen und nachhaltigen Projekten für und in der eigenen Kommune. Da wir als noch kleine Fraktionen bei Anträgen natürlich auch immer vom "good will" der größeren Fraktionen abhängig sind, nutzen wir die Gunst der Stunde und bringen eine Reihe von Anträgen ein, die dem Umwelt- und Naturschutz vor Ort dienen. Wir erhoffen uns bei der Abstimmung und späteren Umsetzung aller in den Räten vertretenen Fraktionen und sind sicher, dass die Abstimmungen anders als z.B. beim Honigmoor in Zeven-Aspe, wo wir mit unserer einzigen Gegenstimme leider nicht verhindern konnten, dass dieses wichtige und einzigartige Biotop nun für den Bau einer Lagerhalle versiegelt wird, verlaufen.

Mit unseren Anträgen erhoffen wir insbesondere, dass die Samtgemeinde wie auch schon über 460 andere Kommunen in Deutschland, komplett pestizidfrei wird. Wir begrüßen ausserordentlich die privaten und kommunalen Initiativen, die auf Äckern und Ausgleichsflächen Blühflächen entstehen lassen wollen und sehen unsere Anträge als sinnvolle und folgerichtige Ergänzung an. Ein weiteres Thema ist der weitestgehende Verzicht auf Streusalz, natürlich unter Berücksichtigung entsprechender Gefährdungslagen. Und wir wollen mehr öffentliche Mülleimer in der Stadt Zeven. Viele Bürger berichten immer wieder, dass es zu wenig davon gibt und deshalb offensichtlich zu viel Verpackungsmüll anderweitig entsorgt wird.

  

Das Ende des Honigmoores...

Heiko Pries

...ist durch den Beschluss in der Bauausschuss-Sitzung vom 22.05.2019 besiegelt worden. Die eine Gegenstimme von den Grünen konnte dagegen nichts ausrichten. Nun ist klar das das Honigmoor für die Erweiterung des DMK geopfert wird. Trotz Alternativen-Prüfung besteht das DMK auf die Bebauung dieser äußerst wertvollen Fläche.

Wirtschaft und die "Weiter so" Parteien haben sich mal wieder durchgesetzt. Klimaschutz? Brauchen wir in unserer Samtgemeinde nicht (wird ja in Berlin und Brüssel gemacht). Es muss sich was ändern. Das Ergebnis der Europawahl lässt hoffen. 

Ragnar Kaesche

"Hier mal ein anschauliches Beispiel, warum Klimaschutz auch in kleinen Kommunen wichtig ist und welche Entscheidungen schon direkt vor Ort getroffen werden. Hier wird leider ein Biotop "platt" gemacht. Keine Aufpflanzung an anderer Stelle kann das ausgleichen, das braucht viele, viele Jahrzehnte und die entsprechenden Bedingungen, um denselben Wert für die Natur zu haben. Wir können auf die Entscheidungsträger einwirken, versuchen, es zu verhindern, wir können dagegen stimmen: letztlich entscheidet die Mehrheit. Oft genug allein zugunsten wirtschaftlicher Interessen. Was wir also brauchen, ist mehr Gewicht in Form von Abgeordneten. Unsere Wahlergebnisse gehen in die richtige Richtung. Wir müssen das aber auch personell mit Leben füllen können.

Daher bitten wir jede/jeden, der sich angesprochen fühlt und gerne daran mitarbeiten möchte, unsere Umwelt zu erhalten und nachhaltiges Wirtschaften mit unseren Ressourcen auf die Tagesordnung zu bringen, sich an uns zu wenden. Schaut einfach mal bei unserem Stammtisch vorbei (jeden 4. Dienstag im Monat, wird hier auch bekannt gegeben) oder schreibt uns an.

Viele Grüße von den Zevener Grünen

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Landtagsabgeordneter Christian Meyer umschmeichelt die Mitglieder des Landvolkverbandes Zeven

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Das Honigmoor ist schützenswert. Darüber waren sich bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses
nicht nur alle Parteien einig, sondern auch die zahlreichen Zuhörer aus Zeven-Aspe. Trotzdem
stimmte einzig Claudia Oetinger von den Grünen für eine Ablehnung des Baugesuchs der DMK.
Die Gründe für die Ablehnung liegen auf der Hand.

 

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Grüne vor Ort unterstützen den gemeinsamen Aufruf des

Aktionsbündnisses „Nein zum

Betreuungsgeld!“

 

 

 

 

v.li.: Antje Buschmann, Susanne Mrugalla,

Thomas Lauber, Elke Twesten

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Keine MegaBiogasanlagen im Wasserschutzgebiet

 

   

 

Die Biomethan Sittensen GmbH&CoKG, eine Gesellschaft aus ca. 60 Investoren, plant die Errichtung der größten Biogasanlage im Landkreis Rotenburg/Wümme mitten im Wasserschutzgebiet.

 

Wir sagen „Nein!“

 

Grüne unterstützen den Bürgerbus

Der Zevener Ortsverein Bündnis 90/Die Grünen hat auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, dem neu gegründeten Verein für den Bürgerbus als Mitglied beizutreten und jährlich mit 120 Euro zu unterstützen. Der Verein ist unter anderem auch auf regelmäßige   Mitgliedsbeiträge angewiesen, um sich erfolgreich zu etablieren.

Ein weiteres Ergebnis des Treffens ist der Beschluss, sich am städtischen Sommerferienprogramm mit einer Kochaktion zu beteiligen. Unter Anleitung können die Kinder hier selbst schälen, schnibbeln und am Ende hoffentlich etwas essen, das allen schmeckt .

Gäste sind bei den Grünen jeden vierten Dienstag im Monat herzlich willkommen. Sie treffen sich im Hotel Paulsen um 20 Uhr.

 

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Rotenburg-Bremervörde und Zeven-Tostedt genießen für die Zevener Mitglieder Priorität

  Ragnar Kaesche   Mehr »

Beim Honigmoor handelt es sich um einen Bruchwald, der laut der Experten vom NABU lange Zeit hatte, sich zu einem artenreichen Biotop zu entwickeln – und in dieser Form quasi nicht zu ersetzen ist. Hellwig   Mehr »

ZEVEN.„Wir haben zu Stadtdirektor Jürgen Husemann ein gutes Verhältnis und pflegen einen guten Austausch. Er musste sich zunächst einarbeiten und ist ja gewissermaßen ein Gegenentwurf zu seinem Vorgänger. Er sorgt offenbar für mehr Teamarbeit im Rathaus, und das finden wir gut“, sagtRagnar Kaesche, Sprecher der Fraktion von Bündnis90/DieGrünen im Rat der Stadt Zeven, über die Arbeit seines Parteifreundes als Chef der Zevener Verwaltung.   Mehr »

Am 14. April fiel im Rat der Stadt Zeven die Entscheidung, ob der Kindergarten Berliner Strasse in
private Trägerschaft überführt wird oder bei der Stadt verbleibt. Mit einer Mehrheit von 17 zu 7
Stimmen bei 2 Enthaltungen fiel die Entscheidung für den freien Träger.



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Während des Sommers 2010 leistete das Rathaus ganze Arbeit und stellte einen Bauwagen in der Ahe auf. Es wurden zwei engagierte Erzieherinnen ausgewählt und so konnte der Waldkindergarten seinen Betrieb ohne große Investitionen nach kürzester Zeit aufnehmen.

 

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Erst das Schwein, jetzt das Huhn: Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner will die Melde- und Aufzeichnungspflicht für Antibiotika verschärfen. „Wir haben die Veranlassung genauer hinzugucken“, sagt auch Niedersachsens Ressortchef Lindemann. Hannover. 85 Prozent der niedersächsischen Betriebe mit Masthähnchen geben ihren Tieren Anti-biotika. „Einen Missbrauch im Einzelfall kann ich nicht ausschließen“, sagte Landwirtschaftsminis-ter Gert Lindemann (CDU) am Donnerstag im Landtag in Hannover.

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