KiTa Berliner Straße in freier Trägerschaft

Die Arbeitsgruppe CDU/Grüne haben sich dabei ihre Entscheidung nicht leicht gemacht. Der
Antrag geht zurück auf eine Initiative der Verwaltung. Die Kommunikation insbesondere mit den
betroffenen Arbeitnehmern war zu Beginn nicht unbedingt glücklich und hat einige Ängste
geschürt. Diese galt es ernst zu nehmen und zu bewerten. Hier die Gründe, die letztlich dazu
geführt haben, dass wir Grüne uns gemeinsam mit der CDU für die freie Trägerschaft entschieden
haben:
- Die Mitarbeiter bleiben mit ihrem Anstellungsverhältnis bei der Stadt und werden weiter wie
gewohnt nach den Tarifbedingungen des öffentlichen Dienstes bezahlt - mit allen dazugehörigen
Leistungen und Bedingungen.
- Die KiTa erhält durch Umzug in die Räumlichkeiten des Familienzentrums in der Godenstedter
Strasse Zugang zu den dort vorgehaltenen Unterstützungsangeboten. Der Umzug wurde
übrigens vor über 3 Jahren mit sehr grosser Mehrheit und unter Einbeziehung der
Kindergartenleitung der KiTa Berliner Strasse beschlossen.
- Der freie Träger bietet den notwendigen pädagogischen Background im Verbund mit vielen
weiteren sozialen Diensten und insbesondere auch einer übergeordneten Struktur mit vielen
weiteren Kindergärten und entsprechend qualifizierten Mitarbeitern. Die Verwaltung der Stadt
Zeven hat wiederholt darauf hingewiesen, dass sie diesen pädagogischen Hintergrund nicht
leisten kann. Alternativ hätte man hier also Personal einstellen und eine entsprechende
Infrastruktur schaffen müssen.
- Das Sozialgesetzbuch wünscht ausdrücklich, dass es eine breite Anbieterschaft in der
Bildungslandschaft gibt. Zu Recht hat Stadtdirektor Husemann in der Ratssitzung auf diesen
Umstand hingewiesen. In Deutschland befinden sich etwas 60 % aller Kindergärten in freier
Trägerschaft. Die Kommunen werden durch die Angebote der DRK, AWO, Lebenshilfe, der
Kirche und vielen anderen entlastet und unterstützt in der Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Diese
freien Träger leisten anerkannt gute Arbeit - seit langer Zeit auch in Zeven.
In der Ratssitzung wurde dann auch zugleich der freie Träger bestimmt. Beworben hatten sich mit
ihren Konzepten das DRK und die AWO. Die Arbeitsgruppe CDU/ Grüne haben ohne
Fraktionszwang darüber abgestimmt. Die Zevener Zeitung hat die geheime Abstimmung
interpretiert und falsch gelegen, denn von uns kamen sowohl Stimmen für das DRK als auch für
die AWO, so dass anzunehmen ist, dass sich die SPD überwiegend enthalten hat.
"Wir wissen um die Schwierigkeit, eine solche Entscheidung zu fällen, haben uns aber nicht vor
der Verantwortung gedrückt. Dagegen zu sein ist einfach, wenn man darauf verzichtet, Lösungen
anzubieten. Wir glauben, dass man frühkindliche Bildung und Erziehung vom Kind aus denken
muss und wollen nicht, dass den Kindern der KiTa Berliner Strasse der Zugang zu den vielen
Möglichkeiten und Angeboten des Familienzentrums und des freien Trägers DRK verwehrt bleibt.
Die bisherige Arbeit der Erzieherinnen in der Berlner Strasse war gut, jetzt bekommen sie weitere
Entlastung und Unterstützung ", so Ragnar Kaesche, Sprecher der Grünen- Fraktion
abschliessend.

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